Von den Anfängen der Fischmarktschule

Seit 1897 existiert das Gebäude der Schule in der Form, wie wir es heute kennen.

Im Jahre 1895 fasste der Stadtrat den Beschluss, am Fischmarkt ein neues Schulgebäude für die VI. Gemeindeschule zu errichten.
Bereits 1896 kam es zur Grundsteinlegung des Neubaus, nachdem die Häuser 11-15 abgerissen wurden. ( Fischmarkt 14 und 15 waren ehemalige Gefängnishäuser)
Die Ausführung übernahm der Görlitzer Architekt Adalbert Rothenburger. Am 25.10.1897  konnten dann 17 Klassen ein monumentales, stilistisch der Renaissance angepasstes Gebäude beziehen.

Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges kommt es zu Stundenkürzungen, da viele Männer in den Krieg ziehen mussten.
Am 30.09.1939 erfolgt die Aufhebung der konfessionellen Volksschulen und die Gemeinschaftsschulen werden eingeführt; das heißt, die Schüler besuchen die Schulen ihrer Wohnlage.
Ab Januar 1942 wird das Schulgebäude als Lazarett von der Wehrmacht genutzt, die Schüler besuchen die Nikolai -und Jahnschule.
 
Nach dem 2. Weltkrieg sollte am 1.10. 45 der Schulbetrieb wieder beginnen. Aber bedingt durch die Typhusepidemie und den Kohlenmangel  kam es erst am 26.11.45 zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes.....

Am 6.10 1971 bekam die Schule den Namen eines ehemaligen Schülers und KZ-Häftlings verliehen. - Alexander Horstmann-
Mit der Einführung des gegliederten Schulsystems in Sachsen wurde aus der Schule eine Mittelschule ( Nr. 1)
Im Jahre 2001 erfolgte der Umzug der Grundschule 3 in die damalige Mittelschule 1. .
Seitdem lernen die Grundschüler in der "Grundschule Innenstadt am Fischmarkt".
 
Quelle: Festschrift anlässlich der 100-Jahr Feier der Einweihung des Schulgebäudes am Fischmarkt